Text E Hören und Sehen
(一)课文原文
Menschen verständigen sich nicht nur durch Worte. Ein großer Teil der menschlichen Kommunikation ist nonverbal – Kommunikation ohne Worte: Kommunikation durch Blicke, Mimik, Körperhaltung und Gesten.
Diese nonverbalen Signale sind zum Teil bewusst, zum Teil unbewusst. Eingezogene Schultern z.B. sind oft ein unbewusster Ausdruck von Unsicherheit. Andere Signale, wie z.B. ein diplomatisches Lächeln, werden bewusst eingesetzt.
Blicke, Mimik und Körperhaltung drücken v. a. Gefühle oder Stimmungen aus. Sie zeigen Liebe und Hass, Freude und Angst, Stolz und Unsicherheit und sind unabhängig von sprachlichen Äußerungen. Die meisten dieser Signale können intuitiv verstanden werden. Sie sind in allen Kulturen ähnlich.
Gesten dagegen sind kein Ausdruck von Gefühlen. Gesten verdeutlichen oder ersetzen sprachliche Äußerungen. Die meisten Menschen bewegen beim Sprechen die Hände, um damit das Gesagte zu unterstützen. Diese Handbewegungen sind größtenteils individuell, d.h. von Mensch zu Mensch verschieden. Es gibt aber auch Gesten, die eine ganz bestimmte Bedeutung haben. Diese Gesten dienen nicht nur der Verdeutlichung sprachlicher Äußerungen, sondern können sie auch ersetzen. Allerdings sind diese Gesten und ihre Bedeutung nicht in allen Kulturen gleich. Sie müssen wie eine Fremdsprache gelernt werden.
Jeder achtet, solange er in der Muttersprache kommuniziert, nicht nur auf die Worte des Gesprächspartners, sondern auch auf seine Blicke, Mimik, Körperhaltung und Gesten. In der Fremdsprache wird „das Sehen“ oft vergessen, weil man sich ganz auf „das Hören“ konzentriert. Gerade in der Fremdsprache aber ist es wichtig, nicht nur auf das Gesagte zu hören, sondern auch auf die nonverbalen Signale zu achten. Sie erleichtern das Verstehen.
