Text D
(一)课文原文
Auch im Zeitalter von Fernsehen und Internet lesen die Deutschen noch immer viel Zeitung. Mit 328 Zeitungsexemplaren je 1 000 Einwohner liegt Deutschland in der Zeitungsdichte weltweit an vierter Stelle (hinter Japan, Großbritannien und der Schweiz).
Die meisten deutschen Tageszeitungen sind lokale oder regionale Zeitungen. Diese Zeitungen berichten ausführlich über Ereignisse eines bestimmten Ortes bzw. einer Region. Sie haben zum Teil hohe Auflagen, doch ihr Einfluss ist begrenzt. Sie werden nicht im ganzen Bundesgebiet gelesen, sondern lediglich in dem Bundesland, dem Landkreis oder der Stadt, wo sie erscheinen. Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung" ist mit 630 000 Exemplaren die größte regionale, die „Hannoversche Allgemeine Zeitung" mit 561 900 Exemplaren die größte lokale Tageszeitung. Andere regionale bzw. lokale Zeitungen haben eine Auflage von weit unter 100 000 Exemplaren.
Einfluss in ganz Deutschland haben die überregionalen Tageszeitungen und Wochenzeitungen. Die einflussreichsten überregionalen Tageszeitungen sind die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" (395 000 Exemplare) und „Die Welt" (205 000 Exemplare). Sie werden von der politischen und wirtschaftlichen Führungsschicht gelesen. Großen Einfluss hat außerdem die Wochenzeitung „Die Zeit" (476 900 Exemplare). Sie ist die Zeitung der Intellektuellen. Eine wichtige überregionale Zeitung ist auch „die tageszeitung". Sie ist die einzige linke Tageszeitung Deutschlands.
Die Zeitung, die am meisten gekauft wird, ist mit 4,5 Millionen Exemplaren die „Bild"-Zeitung. Sie ist mit den oben genannten Zeitungen allerdings nicht vergleichbar. Die „Bild"-Zeitung ist die größte deutsche Boulevard-Zeitung. Sie hat wenig Text, viele Fotos und große Überschriften. Mord, Unfälle und Liebesgeschichten sind die wichtigsten Themen.
